Die kurze Antwort: Was bedeuten die Kennzeichnungen auf einem MCB-Typenschild?
Ein Das MCB-Typenschild gibt Ihnen Auskunft über den Nennstrom, die Auslösecharakteristik, die Bemessungsspannung, das Ausschaltvermögen, die Polkonfiguration, die Anwendungsnorm, das Anschlusssymbol sowie die Eignung für Wechsel- oder Gleichstrom des Leitungsschutzschalters. Das gebräuchlichste Kennzeichnungsformat sieht in etwa so aus: C16 6000 230/400V~ IEC 60898-1, was einen 16A AC-Leitungsschutzschalter mit C-Charakteristik und einem Bemessungsschaltvermögen von 6kA gemäß der angegebenen Norm bedeutet.
Lesen Sie die Kennzeichnungen in dieser Reihenfolge:
- Auslösecharakteristik und Nennstrom: B16, C20, D32.
- Bemessungsspannung und AC/DC-Symbol.
- Ausschaltvermögen: 6000, 6kA, 10000 oder 10kA.
- Norm: IEC 60898-1, IEC 60947-2, UL 489 oder andere regionale Kennzeichnungen.
- Polkonfiguration: 1P, 1P+N, 2P, 3P, 4P.
- Schaltplan, Leitungs-/Lastrichtung und Polarität, falls gekennzeichnet.
- Hersteller, Modellnummer, Zertifizierungszeichen und Zubehörkennzeichnungen.
Wenn Sie das Typenschild zur Auswahl eines neuen Schutzschalters verwenden, lesen Sie auch Auswahlleitfaden für Leitungsschutzschalter: So wählen Sie den richtigen Leitungsschutzschalter aus. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Entschlüsselung der Kennzeichnungen.
Kennzeichnungen auf dem LS-Schalter-Typenschild im Überblick

| Kennzeichnung | Beispiel | Bedeutung | Auswahlrisiko |
|---|---|---|---|
| Auslösecharakteristik + Bemessungsstrom | C16, B20, D32 | Kennbuchstabe der Charakteristik plus Bemessungsstrom in Ampere | Eine falsche Charakteristik kann zu Fehlauslösungen oder unzureichendem Fehlerschutz führen |
| Nennstrom | 16A, 32A, 63A | Stromstärke, für die der LS-Schalter unter festgelegten Bedingungen für den Dauerbetrieb ausgelegt ist | Eine Überdimensionierung kann den Kabelschutz gefährden |
| Auslösecharakteristik | B, C, D | Schnellauslöser-Charakteristik | Muss auf das Einschaltverhalten der Last abgestimmt sein |
| Schaltleistung | 6000, 6kA, 10000, 10kA | Maximaler Kurzschlussstrom, den der Leitungsschutzschalter unter Nennbedingungen abschalten kann | Muss den verfügbaren Fehlerstrom überschreiten |
| Nennspannung | 230/400V~ | Bemessungsbetriebsspannung AC | Muss auf die Systemspannung und die Polbelegung abgestimmt sein |
| Standard | IEC 60898-1, IEC 60947-2 | Produktprüf- bzw. Anwendungsnorm | Haushalts-/ähnliche Anwendungen im Vergleich zu industriellen Anwendungen |
| Polkennzeichnung | 1P, 1P+N, 2P, 3P, 4P | Anzahl und Anordnung der geschalteten/geschützten Pole | Eine falsche Polzahl kann zu Verdrahtungs- und Isolationsproblemen führen |
| AC/DC-Symbol | ~, DC-Kennzeichnung, + / – |
Stromart und gegebenenfalls Polarität | AC-Leitungsschutzschalter sind nicht zwangsläufig für DC geeignet |
| Schaltplan | Leitungs-/Lastanschluss oder internes Schaltbild | Anordnung der Klemmen und Pole | Falschverdrahtung kann Schutzfunktion oder Anzeige beeinträchtigen |
| Zertifizierungszeichen | CE, UL, TÜV, CCC usw. | Markt- oder Zertifizierungskennzeichnung | Muss exakt mit dem Modell und den Projektanforderungen übereinstimmen |
Für eine umfassendere Definition von Leitungsschutzschaltern (MCB), siehe Was ist ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter)?.
Was bedeuten C16, B20 oder D32 auf einem Leitungsschutzschalter?
Die Kennzeichnung C16 kombiniert zwei Informationen:
C= Auslösecharakteristik16= Nennstrom in Ampere
Also C16 bedeutet ein C-Charakteristik-Leitungsschutzschalter mit einem Bemessungsstrom von 16A.

Weitere Beispiele:
| Kennzeichnung | Auslösecharakteristik | Nennstrom | Typische Interpretation |
|---|---|---|---|
| B10 | B-Kurve | 10A | Empfindliche unverzögerte Auslösung, häufig für Stromkreise mit geringem Einschaltstrom verwendet |
| C16 | C-Kurve | 16A | Allzweck-Stromkreis mit moderatem Einschaltstrom |
| C32 | C-Kurve | 32A | Höherer Abzweigstrom, dennoch C-Charakteristik |
| D32 | D-Kurve | 32A | Höhere Einschaltstromtoleranz, nur dort, wo für den Stromkreis geeignet |
Lesen Sie C16 nicht als “16 kA” oder “Kennlinie C plus 16 kA”. Die Zahl nach dem Kennlinienbuchstaben ist der Bemessungsstrom, nicht das Ausschaltvermögen.
Für eine detailliertere Erläuterung der Auslösekennlinien siehe Auslösekurven verstehen.
B-, C- und D-Auslösekennlinien auf dem Typenschild
Der Buchstabe der Auslösekennlinie gibt den Bereich der unverzögerten magnetischen Auslösung an. Für gängige Leitungsschutzschalter (MCBs) nach IEC-Standard gilt:
| Auslösecharakteristik | Typischer Bereich der unverzögerten Auslösung | Häufige Verwendung |
|---|---|---|
| B-Kurve | 3-5 x In | Lasten mit geringem Einschaltstrom, lange Leitungslängen bei begrenztem Fehlerstrom |
| C-Kurve | 5-10 x In | Allgemeine Lasten, kleine Motoren, Beleuchtungsgruppen, gemischte Stromkreise |
| D-Kurve | 10-20 x In | Hohe Einschaltströme, wie sie bei Transformatoren oder größeren Motoranlaufschaltungen auftreten |
Unter bedeutet Bemessungsstrom.
Beispiel: Ein C16 Leitungsschutzschalter hat einen Bemessungsstrom von 16 A. Sein unverzögerter Auslösebereich liegt typischerweise beim 5- bis 10-fachen des Bemessungsstroms, also unter den relevanten Prüfbedingungen bei etwa 80-160 A.
Die Kennlinie sollte basierend auf dem Einschaltstrom und den Bedingungen der Fehlerschleife ausgewählt werden. Die Wahl eines D-Charakteristik-Schutzschalters allein zur Vermeidung von Fehlauslösungen kann unsicher sein, wenn der verfügbare Fehlerstrom zu niedrig ist, um eine schnelle Auslösung zu gewährleisten.
Bemessungsstrom vs. Ausschaltvermögen
Zwei Kennzeichnungen werden häufig verwechselt:
- Nennstrom: der normale Nennstrom, wie z. B. 16 A oder 32 A.
- Schaltleistung: das Kurzschlussausschaltvermögen, wie z. B. 6000 A oder 10 kA.

Beispiel:
C16 6000
Dies bedeutet:
C16= C-Charakteristik, 16A Bemessungsstrom6000= 6000A Kurzschlussausschaltvermögen, üblicherweise als 6kA gelesen
Der Leitungsschutzschalter (MCB) führt nicht dauerhaft 6000A. Er ist dafür ausgelegt, diese Höhe an Kurzschlussstrom unter seinen spezifizierten Testbedingungen zu unterbrechen.
Weitere Einzelheiten finden Sie unter 6kA vs. 10kA LS-Schalter Ausschaltvermögen.
Was bedeuten 6000, 6kA, 10000 oder 10kA?
Leitungsschutzschalter können das Ausschaltvermögen wie folgt angeben:
60006000A6 kA1000010kA
Dies bezieht sich auf das Bemessungskurzschlussausschaltvermögen gemäß der angegebenen Norm und Spannung.
| Kennzeichnung | Bedeutung |
|---|---|
| 3000 oder 3kA | 3.000A Kurzschlussausschaltvermögen |
| 4500 oder 4,5kA | 4.500A Kurzschlussausschaltvermögen |
| 6000 oder 6kA | 6.000A Kurzschlussausschaltvermögen |
| 10000 oder 10kA | 10.000 A Kurzschlussausschaltvermögen |
Die korrekte Bemessung hängt vom prospektiven Kurzschlussstrom am Installationsort ab. Eine Schalttafel in der Nähe eines Transformators erfordert möglicherweise ein höheres Ausschaltvermögen als ein Stromkreis weit stromabwärts.
Für den Berechnungskontext siehe So Berechnen Sie den Kurzschlussstrom für MCB.
Icn vs. Icu vs. Ics auf Leitungsschutzschalter-Typenschildern
Einige Leitungsschutzschalter zeigen Icn, während andere Icu und Ics. zeigen. Diese Begriffe stammen aus unterschiedlichen Normenkontexten.
| Kennzeichnung | Allgemeiner Standardkontext | Bedeutung |
|---|---|---|
| Icn | IEC 60898 - 1 | Bemessungskurzschlussausschaltvermögen für Leitungsschutzschalter in Haushalts- und ähnlichen Anwendungen |
| Icu | IEC 60947-2 | Bemessungsgrenzkurzschlussausschaltvermögen |
| Ics | IEC 60947-2 | Bemessungsbetriebskurzschlussausschaltvermögen |
Betrachten Sie diese Kennzeichnungen nicht als identisch. Ein Leitungsschutzschalter (MCB) für den Hausgebrauch und ähnliche Endstromkreise weist hauptsächlich Daten nach IEC 60898-1 wie Icn auf. Ein industrieller Reiheneinbau-Leitungsschutzschalter kann zusätzlich Bemessungswerte nach IEC 60947-2 wie Icu und Ics tragen.
Die praktische Regel ist einfach: Lesen Sie den Wert des Ausschaltvermögens immer in Verbindung mit der Norm, der Spannung und dem Anwendungskontext. Eine “10kA”-Kennzeichnung ohne Angabe der zutreffenden Norm und Spannung ist unvollständig.
Für einen detaillierten Normenvergleich siehe IEC 60898-1 vs. IEC 60947-2 für Leitungsschutzschalter (MCBs). Für Begriffe zur Bemessung von Schutzschaltern siehe Icu vs. Ics vs. Icw vs. Icm.
So lesen Sie Bemessungsspannung und AC/DC-Symbole
Spannungskennzeichnungen geben an, wo der Leitungsschutzschalter (MCB) eingesetzt werden kann.
Gängige Beispiele:
| Kennzeichnung | Bedeutung |
|---|---|
230V~ |
Bemessungsspannung für einphasigen Wechselstrom |
230/400V~ |
Wechselspannungsbemessung für Phase-Neutralleiter- / Phase-Phase-Anwendung, abhängig von der Polanordnung |
400V~ |
Dreiphasige Wechselstromanwendung (Leiter-Leiter), abhängig von Produkt und Poltyp |
DC, VDC, +, - |
Gleichspannungsbemessung oder Informationen zur Polarität |
Das Tildesymbol ~ steht für Wechselstrom (AC). Es impliziert keine Eignung für Gleichstrom (DC).
Ein AC-Leitungsschutzschalter (MCB) sollte nicht in einem Gleichstromkreis verwendet werden, es sei denn, das Typenschild und das Datenblatt geben explizit eine DC-Bemessung und eine Verdrahtungsmethode an. Die Lichtbogenlöschung bei Gleichstrom unterscheidet sich von der bei Wechselstrom, und einige DC-Leitungsschutzschalter sind polaritätsempfindlich.
Für DC-spezifische Fragen siehe Polarität von DC-Leitungsschutzschaltern: Leitfaden für polarisierte vs. nicht polarisierte DC-MCBs.
So lesen Sie Polkennzeichnungen: 1P, 1P+N, 2P, 3P, 4P

Polkennzeichnungen geben an, wie viele Leiter der MCB schaltet oder schützt.
| Kennzeichnung | Bedeutung | Typische Verwendung |
|---|---|---|
| 1P | Ein geschützter Pol | Einphasiger stromführender Leiter in vielen Systemen |
| 1P+N | Ein geschützter Pol mit Neutralleiterschaltung, je nach Ausführung | Einphasige Stromkreise, bei denen eine Neutralleitertrennung erforderlich ist |
| 2P | Zwei Pole | Einphasige zweipolige Trennung, einige Gleichstromkreise, sofern ausgelegt |
| 3P | Drei Pole | Dreiphasige Stromkreise ohne Neutralleiterschaltung |
| 4P | Vierpolig | Dreiphasig plus Neutralleiterschaltung |
Gehen Sie nicht davon aus, dass 1P+N dasselbe wie 2P ist. Bei vielen 1P+N-Geräten verfügt nur der Außenleiterpol über einen Überstromschutz, während der Neutralleiterpol zwar geschaltet, aber nicht geschützt ist. Prüfen Sie immer den Schaltplan.
IEC 60898-1 vs. IEC 60947-2 auf Leitungsschutzschalter-Typenschildern

Die normgerechte Kennzeichnung hilft Ihnen, den vorgesehenen Anwendungsbereich zu verstehen.
| Standard | Typischer Kontext | Was ist zu prüfen? |
|---|---|---|
| IEC 60898 - 1 | Anwendungen von Leitungsschutzschaltern für den Hausgebrauch und ähnliche Zwecke, die üblicherweise von Laien bedient werden | Icn, B/C/D-Auslösecharakteristiken, Eignung für Endstromkreise |
| IEC 60947-2 | Niederspannungs-Leistungsschalter für industrielle Schaltanlagen und Steuerungen, üblicherweise durch Elektrofachkräfte ausgewählt | Icu, Ics, Einsatzkontext, industrielle Daten |
| UL 489 | Nordamerikanischer Standard für Abzweigstromkreis-Leistungsschalter (Branch Circuit Breaker) | UL-Zulassung, Spannungssystem, Ausschaltvermögen, Kompatibilität mit Schalttafeln |
Einige industrielle DIN-Schienen-Leitungsschutzschalter (MCBs) können sowohl Daten nach IEC 60898-1 als auch nach IEC 60947-2 aufweisen; Sie müssen jedoch das genaue Modell und das Datenblatt überprüfen. Gehen Sie nicht allein aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes von einer Zertifizierung nach beiden Normen aus.
Praxisbeispiel: Entschlüsselung einer typischen MCB-Kennzeichnung
Beispielkennzeichnung:
C16 6000 230/400V~ IEC 60898-1 1P
So lesen Sie es:
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
C |
C-Auslösecharakteristik |
16 |
16A Bemessungsstrom |
6000 |
6000A bzw. 6kA Bemessungskurzschlussausschaltvermögen unter den angegebenen Bedingungen |
230/400V~ |
Bemessungsspannung (AC) |
IEC 60898 - 1 |
Norm/Anwendungskontext |
1P |
Einpoliger Leitungsschutzschalter (MCB) |
Dieses Beispiel allein beweist noch keine Eignung. Sie müssen dennoch Folgendes prüfen:
- Laststrom
- Kabelquerschnitt und Verlegeart
- prospektive Kurzschlussstrom
- AC- oder DC-Systemtyp
- Auslösecharakteristik und Einschaltstrom
- Polanordnung
- Lokale Vorschriften oder Projektspezifikationen
- Herstellerdatenblatt
Den vollständigen Auswahlprozess finden Sie unter So wählen Sie den richtigen Leitungsschutzschalter aus.
Häufige Fehler beim Lesen von LS-Schalter-Typenschildern
Fehler 1: Verwechslung von Bemessungsstrom und Ausschaltvermögen
C16 und 6000 sind nicht die gleiche Art von Bemessungswert. C16 beschreibt die Charakteristik und den Bemessungsstrom. 6000 beschreibt das Kurzschlussausschaltvermögen.
Fehler 2: Die 125%-Regel überall anwenden
Einige Normen und Anwendungen mit Dauerlast erfordern spezifische Sicherheitsmargen, dies ist jedoch keine universelle Regel für jede LS-Schalter-Installation. Die Auswahl des LS-Schalters muss zudem die Strombelastbarkeit der Leiter, die Lastart, die Installationsmethode, die Umgebungstemperatur und lokale Vorschriften berücksichtigen.
Fehler 3: Annahme, dass alle 6kA-LS-Schalter gleichwertig sind
Das Ausschaltvermögen muss in Verbindung mit Spannung, Norm, Polanordnung und Produktfamilie betrachtet werden. Zwei mit 6kA gekennzeichnete Schutzschalter sind möglicherweise nicht austauschbar.
Fehler 4: Ignorieren der Auslösecharakteristik
Ein C16 und ein B16 haben denselben Nennstrom, aber ein unterschiedliches unverzögertes Auslöseverhalten. Die falsche Kennlinie kann zu Fehlauslösungen oder verzögerter Fehlerabschaltung führen.
Fehler 5: Verwendung eines AC-LS-Schalters in einem DC-Stromkreis
Die ~ Das Symbol steht für Wechselstrom (AC). Gleichstromkreise (DC) erfordern explizite DC-Spannungs- und Ausschaltwerte sowie eine korrekte Verdrahtung und Polarität, sofern angegeben.
Fehler 6: 1P+N mit 2P gleichsetzen
Die Polkonstruktion beeinflusst den Schutz, die Neutralleiterschaltung und die Verdrahtung. Beachten Sie immer das interne Schaltbild.
Fehler 7: Austausch nur anhand der Frontbeschriftung
Prüfen Sie beim Austausch das Befestigungssystem, die Sammelschienenkompatibilität, die Anschlussgröße, die Polanordnung, die Zertifizierung und die Herstellerdokumentation, nicht nur den Nennstrom und die Auslösecharakteristik.
Checkliste für das MCB-Typenschild vor der Auswahl
Vor der Freigabe oder dem Austausch eines Leitungsschutzschalters (MCB) sind folgende Daten zu erfassen:
| Prüfen | Frage ist |
|---|---|
| Aktuelle Bewertung | Entspricht der Nennstrom (In) den Anforderungen an Last- und Leitungsschutz? |
| Auslösecharakteristik | Entspricht die B/C/D-Charakteristik den Einschaltstrom- und Fehlerschleifenbedingungen? |
| Schaltleistung | Ist Icn/Icu/Ics für den verfügbaren Fehlerstrom ausreichend hoch? |
| Spannung | Entspricht die Bemessungsspannung dem AC- oder DC-System? |
| Standard | Entspricht die Kennzeichnung gemäß IEC 60898-1, IEC 60947-2, UL 489 oder anderen Normen den Projektanforderungen? |
| Polen | Ist die Polzahl 1P, 1P+N, 2P, 3P oder 4P für den Stromkreis korrekt? |
| Verkabelung | Stimmt das Schaltbild mit der Einspeise-/Lastrichtung und der Neutralleiteranordnung überein? |
| DC-Eignung | Falls DC: Ist das Gerät explizit für DC zugelassen und korrekt verdrahtet? |
| Zubehör | Sind Hilfskontakte, Arbeitsstromauslöser oder Sammelschienen kompatibel? |
| Modellnummer | Entspricht der Ersatz exakt der Produktfamilie und dem Datenblatt? |
Für Beschaffung und Lieferantenauswahl siehe MCB Hersteller und die VIOX MCB Produktseite.
FAQ
Was bedeutet C16 auf einem Leitungsschutzschalter (MCB)?
C16 bedeutet, dass der Leitungsschutzschalter eine C-Auslösecharakteristik und einen Nennstrom von 16A hat. Der Buchstabe steht für die Auslösecharakteristik, die Zahl für den Nennstrom.
Was bedeutet 6000 auf einem Leitungsschutzschalter (MCB)?
6000 bedeutet in der Regel 6000A bzw. 6kA, das Bemessungsschaltvermögen unter den angegebenen Norm- und Spannungsbedingungen.
Was bedeutet 10 kA auf einem Leitungsschutzschalter (MCB)?
10kA bedeutet, dass der Schutzschalter für die Unterbrechung eines prospektiven Kurzschlussstroms von 10.000A unter festgelegten Prüfbedingungen ausgelegt ist. Dies bedeutet nicht, dass der Schutzschalter dauerhaft 10.000A führen kann.
Was bedeutet das Tilde-Symbol auf einem Leitungsschutzschalter (MCB)?
Das Tildesymbol ~ bedeutet AC. Es gibt die Bemessungsspannung für Wechselstrom an. Die Eignung für Gleichstrom (DC) muss separat gekennzeichnet oder dem Datenblatt entnommen werden.
Was ist der Unterschied zwischen einem Leitungsschutzschalter (MCB) mit B-Charakteristik und C-Charakteristik?
MCBs mit B-Charakteristik lösen magnetisch typischerweise beim 3- bis 5-fachen des Nennstroms aus. MCBs mit C-Charakteristik lösen typischerweise beim 5- bis 10-fachen des Nennstroms aus. Die C-Charakteristik ist toleranter gegenüber moderaten Einschaltströmen.
Was ist der Unterschied zwischen C16 und C32?
Beides sind MCBs mit C-Charakteristik, jedoch ist der C16 für 16 A und der C32 für 32 A ausgelegt. Ein höherer Nennstrom macht das Gerät nicht automatisch sicherer; er muss auf das Kabel und die Last abgestimmt sein.
Was bedeutet Icn bei einem MCB?
Icn ist das Bemessungs-Kurzschlussausschaltvermögen, das üblicherweise mit MCBs nach IEC 60898-1 assoziiert wird. Es gibt den Fehlerstrom an, den der Schutzschalter unter den Testbedingungen dieser Norm sicher unterbrechen kann.
Ist Icu dasselbe wie Icn?
Nein. Icu ist ein Bemessungsgrenzkurzschlussausschaltvermögen gemäß IEC 60947-2. Icn wird im Kontext der IEC 60898-1 verwendet. Lesen Sie jeden Wert unter Berücksichtigung der jeweiligen Norm und Spannungsbedingungen.
Kann ich einen Leitungsschutzschalter (MCB) durch ein anderes Fabrikat ersetzen, wenn die Kennzeichnungen übereinstimmen?
Nicht automatisch. Die elektrischen Nennwerte können zwar übereinstimmen, aber Montage, Sammelschienenkompatibilität, Anschlussgröße, Zertifizierung, Zubehör und die Zulassung für den Schaltschrank können abweichen.
Kann ich einen AC-Leitungsschutzschalter für DC verwenden?
Nur, wenn der Leitungsschutzschalter explizit für DC zugelassen ist und gemäß seinem DC-Schaltplan installiert wird. AC-Nennwerte allein reichen für DC-Stromkreise nicht aus.
Zusammenfassung
Das Typenschild eines Leitungsschutzschalters ist eine kompakte technische Spezifikation. Um es korrekt zu lesen, entschlüsseln Sie zuerst die Auslösecharakteristik und den Nennstrom, prüfen Sie dann das Ausschaltvermögen, die Spannung, die Norm, die Polkonfiguration, das AC/DC-Symbol, den Schaltplan und die Modelldaten.
Der wesentliche Unterschied ist einfach:
C16gibt Ihnen Auskunft über die Auslösecharakteristik und den Nennstrom.6000oder6 kAgibt das Kurzschlussausschaltvermögen an.230/400V~gibt die Eignung für Wechselspannung an.IEC 60898 - 1oderIEC 60947-2gibt den normativen Kontext an.1P,1P+N,2P,3P, oder4Pgibt die Polanordnung an.
Für eine sichere Auswahl sollte keine Kennzeichnung isoliert betrachtet werden. Nutzen Sie das Typenschild in Verbindung mit dem Datenblatt, der Kabeldimensionierung, dem verfügbaren Fehlerstrom, der Lastart und der geltenden Projektnorm.