Kurzantwort: Wie prüft man, ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist?
Um zu prüfen, ob ein circuit breaker Leitungsschutzschalter defekt ist, achten Sie zunächst auf sichtbare und betriebliche Symptome: Der Schalter lässt sich nicht zurücksetzen, fühlt sich heiß an, riecht verbrannt, löst bei normaler Last aus, weist Brandspuren auf oder unterbricht den Stromkreis, obwohl der Hebel auf EIN steht. Eine qualifizierte Person kann anschließend mit einem Multimeter prüfen, ob am Ausgang des Schalters bei eingeschaltetem Zustand Spannung anliegt und ob der Schalter den Strom korrekt durchleitet.
Die wichtigste Regel lautet:
Gehen Sie nicht automatisch davon aus, dass der Schalter defekt ist, nur weil er auslöst. Ein Schalter erfüllt möglicherweise nur seine Aufgabe, weil im Stromkreis eine Überlastung, ein Kurzschluss, ein Erdschluss, ein Lichtbogenfehler, eine lockere Verbindung oder ein defektes Gerät vorliegt.
Bei Brandgeruch, Summen, Hitzeentwicklung, geschmolzenem Kunststoff, sichtbarer Lichtbogenbildung, Wasserschäden oder Problemen mit dem Hauptschalter: Brechen Sie die Prüfung ab und rufen Sie einen zugelassenen Elektriker.
Sicherheit geht vor: Was Sie prüfen dürfen und was nicht
Die Prüfung von Leitungsschutzschaltern kann Arbeiten unter Spannung in einem Verteilerkasten beinhalten. Dies ist gefährlich. Hausbesitzer können sicher Symptome beobachten und einen Schalter einmalig zurücksetzen, wenn die Bedingungen normal sind. Sie sollten jedoch keine Abdeckungen entfernen, keine Sammelschienen berühren, keine spannungsführenden Betriebsmittel prüfen oder Tests durchführen, für die sie nicht geschult sind.
| Situation | Sichere Maßnahme |
|---|---|
| Schutzschalter löst nach einer offensichtlichen Überlastung einmalig aus | Verbraucher ausschalten, einmal zurücksetzen, Last reduzieren |
| Der Leitungsschutzschalter löst wiederholt aus | Zurücksetzen einstellen und Stromkreis diagnostizieren |
| Schutzschalter fühlt sich heiß an oder riecht verbrannt | Wenn sicher, ausschalten und Elektriker rufen |
| Schaltschrank weist Brandspuren auf oder summt | Nicht berühren; Elektriker rufen |
| Problem mit dem Hauptschalter | Rufen Sie einen Elektriker |
| Sie benötigen eine Spannungsprüfung im Inneren des Verteilers | Beauftragen Sie eine Elektrofachkraft |
Ersetzen Sie niemals einen Leitungsschutzschalter durch einen mit höherer Amperezahl, um lästiges Auslösen zu verhindern. Der Schutzschalter schützt die Leitung. Eine Erhöhung der Nennstromstärke ohne Überprüfung des Leiterquerschnitts und des Schaltungsdesigns kann eine Brandgefahr darstellen.
Checkliste für Symptome eines defekten Leitungsschutzschalters

| Symptom | Mögliche Bedeutung | Was ist zu tun |
|---|---|---|
| Leitungsschutzschalter lässt sich nicht zurücksetzen | Fehler im Stromkreis, beschädigter Schutzschalter, abgenutzte Verklinkung | Lasten abschalten; nicht mit Gewalt betätigen |
| Der Leistungsschalter löst sofort aus | Kurzschluss, Erdschluss, Lichtbogenfehler, defekter Schutzschalter | Rücksetzversuche abbrechen und Fehlerbehebung durchführen |
| Schutzschalter löst bei normaler Last aus | Schwacher Schutzschalter, Überlast, lose Anschlussklemme, defektes Gerät | Last und Stromkreisbedingungen vergleichen |
| Leitungsschutzschalter fühlt sich heiß an | Lose Verbindung, Überlastung, schlechter Kontakt, interner Defekt | Rufen Sie einen Elektriker |
| Verbrannter Geruch | Lichtbogenbildung, Überhitzung, Isolationsschaden | Stromversorgung abschalten, sofern sicher möglich |
| Brandspuren oder geschmolzenes Gehäuse | Starke Überhitzung oder Lichtbogenbildung | Austauschen und Schaltschrank überprüfen |
| Kein Strom, obwohl der Schalthebel auf EIN steht | Interner Kontaktfehler, lose Verbindung, Stromkreisproblem | Spannungsmessung durch eine Elektrofachkraft |
| Schalthebel fühlt sich locker an oder rastet nicht ein | Mechanischer Verschleiß oder Beschädigung des Schutzschalters | Austausch nach Fehlerdiagnose |
| Schutzschalter brummt oder summt | Lose Verbindung, Überlastung, defektes Gerät | Schaltschrank überprüfen lassen |
Ein einzelnes Symptom beweist nicht immer, dass der Leitungsschutzschalter defekt ist. Eine fundierte Diagnose unterscheidet zwischen einem Schalterdefekt und Problemen bei der Verkabelung oder Last.
So prüfen Sie mit einem Multimeter, ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist
Arbeiten unter Spannung dürfen nur von qualifiziertem Personal unter Verwendung eines korrekt spezifizierten Messgeräts und unter Einhaltung sicherer Arbeitsverfahren durchgeführt werden.
Vor Ort beginnt die Diagnose eines Leitungsschutzschalters meist mit einer einfachen Frage: Lässt der Schalter keinen Strom durch, oder reagiert er korrekt auf einen Fehler im nachgeschalteten Stromkreis? Dieser Unterschied ist entscheidend. Das Austauschen eines Schalters, der aufgrund eines Kurzschlusses, Erdschlusses oder eines überlasteten Geräts korrekt auslöst, verschiebt das eigentliche Problem nur zeitlich.
1. Sicherstellen, dass der Leitungsschutzschalter vollständig eingeschaltet ist
Viele Leitungsschutzschalter lösen in eine Mittelstellung aus. Um sie korrekt zurückzusetzen, muss der Hebel in der Regel erst vollständig auf AUS und dann wieder auf EIN gestellt werden. Wenn der Hebel nicht einrastet oder sich mechanisch locker anfühlt, ist der Schalter möglicherweise beschädigt oder es liegt weiterhin ein Fehler im Stromkreis vor.

Prüfspannung am Schaltausgang

Bei eingeschaltetem Schalter kann eine Elektrofachkraft die Spannung von der Lastklemme des Schalters gegen Neutralleiter oder Erde messen, abhängig vom Stromkreis und System.
| Erwartetes Ergebnis | Mögliche Bedeutung |
|---|---|
| Korrekte Spannung am Schaltausgang | Schalter lässt möglicherweise Strom durch; Problem liegt möglicherweise nachgeschaltet |
| Keine Spannung am Schaltausgang bei eingeschaltetem Schalter | Schalter könnte intern defekt sein oder die Sammelschienenverbindung könnte fehlerhaft sein |
| Instabile Spannung | Lose Verbindung, beschädigter Schutzschalter, beschädigter Leiter oder Problem mit dem Verteiler |
Dieser Test muss in Abhängigkeit vom Systemtyp interpretiert werden. Ein 120-V-, 240-V-, einpoliger, zweipoliger, FI-, AFCI-, RCBO- oder LS-Schalter-Stromkreis erfordert möglicherweise unterschiedliche Messpunkte.
In dokumentationsintensiven Umgebungen wie Fabriken, Schaltschränken und Rechenzentren erfassen Techniker vor dem Austausch eines Schutzschalters häufig die Verteiler-ID, die Stromkreisnummer, die gemessene Spannung, die angeschlossene Last und die Auslösehistorie. Diese Aufzeichnung hilft zu verhindern, dass derselbe Stromkreis aufgrund zweier unterschiedlicher vermuteter Ursachen zweimal repariert wird.
3. Durchgangsprüfung nur im spannungsfreien Zustand
Eine Durchgangsprüfung sollte nur an einem spannungsfreien und sicher getrennten Schutzschalter durchgeführt werden. Eine Durchgangsprüfung kann zeigen, ob die Kontakte des Schutzschalters schließen, wenn sich der Hebel in der EIN-Stellung befindet, und öffnen, wenn er auf AUS steht.
| Schalterstellung | Erwarteter Durchgang |
|---|---|
| AN | Durchgangsprüfung durch den Leitungsschutzschalter |
| AUS | Kein Durchgang |
| AUSGELÖST | Kein Durchgang |
Verwenden Sie niemals die Durchgangs- oder Widerstandsmessfunktion an einem unter Spannung stehenden Stromkreis. Dies kann das Messgerät beschädigen und ein ernstes Risiko durch Stromschlag oder Lichtbogenbildung verursachen.
4. Die Grenzen eines normalen Multimeters verstehen
Ein geschlossener Leitungsschutzschalter sollte einen sehr geringen Kontaktwiderstand aufweisen. Eine genaue Prüfung des Kontaktwiderstands erfordert jedoch in der Regel ein Niederohm- oder Mikroohmmeter sowie einen spannungsfreien Prüfaufbau.
Ein herkömmliches Handmultimeter ist kein zuverlässiges Werkzeug, um einen schleichenden Verschleiß der Schaltkontakte zu beurteilen. Es kann einen Widerstand nahe Null anzeigen, selbst wenn der Leitungsschutzschalter unter Last hitzegeschädigte Kontakte aufweist.
Wie man einen Leitungsschutzschalter ohne Multimeter prüft
Ohne Multimeter können Sie zwar auf Warnsignale achten, aber den elektrischen Zustand des Leitungsschutzschalters nicht nachweisen.
Zu den sicheren Sicht- und Funktionsprüfungen gehören:
- Lässt sich der Leitungsschutzschalter normal wieder einschalten?
- Löst er sofort wieder aus?
- Fühlt sich der Schalthebel locker, schwergängig oder instabil an?
- Ist der Leitungsschutzschalter im Vergleich zu den benachbarten Schaltern heiß?
- Ist ein Brandgeruch wahrnehmbar?
- Sind Brandspuren, Verfärbungen oder geschmolzener Kunststoff vorhanden?
- Tritt das Problem nur bei einem bestimmten Gerät auf?
- Fällt der Stromkreis aus, obwohl der Leitungsschutzschalter eingeschaltet (ON) zu sein scheint?
Diese Prüfungen helfen bei der Entscheidung, ob die Arbeiten unterbrochen und ein Elektriker gerufen werden sollte. Sie ersetzen keine elektrische Prüfung.
Kann ein Leitungsschutzschalter ausfallen, ohne auszulösen?
Ja. Ein Leitungsschutzschalter kann ausfallen, ohne dass dies durch eine sichtbare Auslösung erkennbar ist.
Mögliche Beispiele hierfür sind:
- Interne Kontakte öffnen sich fehlerhaft, sodass auch bei eingeschaltetem Hebel kein Strom fließt.
- Kontaktflächen sind verbrannt oder korrodiert, was unter Last zu Hitzeentwicklung führt.
- Der mechanische Schnappmechanismus ist geschwächt und löst zu leicht aus.
- Der Auslösemechanismus wird unzuverlässig.
- Kontakt zwischen Schutzschalter und Sammelschiene wird locker oder überhitzt
- Anschlussklemmenverschraubung überhitzt
Der gefährlichste Fehler ist nicht immer das Fehlauslösen. Ein Schutzschalter, der einen Fehler nicht korrekt unterbrechen kann, an der Klemme überhitzt oder einen schlechten Kontakt zur Sammelschiene aufweist, kann eine Brand- oder Lichtbogengefahr darstellen.
Defekter Schutzschalter vs. fehlerhafter Stromkreis: Wie man den Unterschied erkennt
| Situation | Wahrscheinlicher: Schutzschalter | Wahrscheinlicher: Stromkreis oder Last |
|---|---|---|
| Löst nur beim Einschalten eines Geräts aus | Weniger wahrscheinlich | Einschaltstrom von Geräten, Überlast, Motorfehler |
| Auslösung bei ausgesteckten Verbrauchern | Möglich | Versteckter Leitungsfehler ebenfalls möglich |
| Sicherungshebel rastet nicht ein | Wahrscheinlicher | Stromkreisfehler kann das Wiedereinschalten ebenfalls verhindern |
| Kein Strom trotz eingeschaltetem Sicherungsautomaten | Möglich | Lose Verbindung oder nachgeschalteter Fehler ebenfalls möglich |
| Schutzschalter ist sichtbar verbrannt | Sehr wahrscheinlich ein Problem mit dem Schutzschalter oder dem Verteiler | Stromkreis könnte Überhitzung verursacht haben |
| Neuer, korrekter Schutzschalter löst ebenfalls aus | Weniger wahrscheinlich | Problem mit dem Stromkreis oder der Last |
| Ursprünglicher Schutzschalter sitzt locker auf der Sammelschiene | Problem mit dem Schutzschalter oder dem Verteiler | Kein Lastproblem |
Das Austauschen eines Leitungsschutzschalters ohne vorherige Diagnose des Stromkreises kann das eigentliche Problem verdecken. Wenn der neue Schutzschalter auslöst, war der alte möglicherweise nicht die Ursache.
Ausfallarten von Leitungsschutzschaltern
Leitungsschutzschalter können elektrisch, mechanisch oder thermisch versagen.
| Ausfallmodus | Was passiert | Häufige Anzeichen |
|---|---|---|
| Verschlissener Federmechanismus | Schutzschalter wird schwach oder unzuverlässig | Fehlauslösungen oder lockerer Schaltknebel |
| Verbrannte Kontakte | Kontakte überhitzen oder können die Last nicht einwandfrei führen | Hitze, Geruchsbildung, Spannungsabfall |
| Abgebrannte Kontakte | Wiederholtes Schalten oder Fehlerbelastung beschädigt die Oberfläche | Hitze unter Last |
| Lose Anschlussklemme | Leiteranschluss überhitzt | Verfärbung, Summgeräusche, geschmolzene Isolierung |
| Beschädigung des Sammelschienenclips | Schutzschalter greift nicht korrekt in die Sammelschiene | Hitzeentwicklung an der Rückseite des Schutzschalters, instabile Stromversorgung |
| Alterung des thermischen Elements | Veränderung des thermischen Auslöseverhaltens | Auslösung bei geringerer als der erwarteten Last |
| Versagen der magnetischen Auslösung | Beeinträchtigung des Fehlerabschaltverhaltens | Erfordert eine professionelle Prüfung |
| Gehäuseschaden | Isolierung und mechanische Integrität beeinträchtigt | Risse, Schmelzspuren, Brandflecken |
Die meisten Diagnosen vor Ort beginnen mit sichtbaren Symptomen, Spannungsmessungen, Lastverhalten und thermischen Anzeichen. Eine detaillierte Auslöseprüfung ist für Hausbesitzer in der Regel nicht praktikabel.
Leitungsschutzschalter-Widerstand und Kontaktwiderstand
Der Widerstand eines Schutzschalters wird meist dann diskutiert, wenn Techniker vermuten, dass die Kontakte des Schalters den Strom nicht einwandfrei leiten. Das Konzept ist valide, aber die Prüfung wird oft missverstanden.
Wenn ein Schutzschalter geschlossen ist, sollte sein Kontaktwiderstand sehr niedrig sein. Das Problem ist, dass ein günstiges oder handelsübliches Multimeter den sehr niedrigen Kontaktwiderstand unter realen Lastbedingungen nicht genau messen kann. Es kann zudem weder den Temperaturanstieg noch den Kontaktdruck oder das Verhalten bei Fehlerabschaltungen reproduzieren.
Für die professionelle Wartung kann der Kontaktwiderstand unter kontrollierten Bedingungen mit speziellen Niederohm-Messgeräten bewertet werden. Bei der Fehlersuche in Wohngebäuden oder kleinen gewerblichen Anlagen sind Hitzeentwicklung, Spannungsabfall, sichtbare Schäden, Fehlauslösungen und ordnungsgemäße Spannungsprüfungen in der Regel die praxisnäheren Indikatoren.
In einem Industrieschaltschrank kann eine thermografische Untersuchung eine verdächtige Schutzschalterverbindung aufdecken, bevor es zu einem vollständigen Ausfall kommt. Eine heiße Anschlussklemme beweist nicht automatisch, dass der Schutzschalter selbst defekt ist; sie kann auf einen lockeren Leiter, einen beschädigten Sammelschienenkontakt, eine mangelhafte Crimpverbindung, einen überlasteten Stromkreis oder internen Kontaktverschleiß hinweisen. Der entscheidende Hinweis ist die Temperaturdifferenz im Vergleich zu ähnlichen Schutzschaltern unter ähnlicher Last.
Praxisbeispiel: Wenn der Schutzschalter nicht die primäre Ursache war
Eine häufige Wartungsfalle besteht darin, den Schutzschalter zuerst auszutauschen, da er das sichtbare Gerät ist, das auslöst. Bei einem typischen Fehlerbild in einer Werkstatt löst ein kleiner Motorstromkreis nach einigen Minuten Laufzeit sporadisch aus. Der Schutzschalter fühlt sich warm an, daher ist die erste Vermutung ein schwacher Schutzschalter. Nach Überprüfung der Last stellt sich jedoch heraus, dass das eigentliche Problem eine lockere Klemme ist, die am Ausgang des Schutzschalters Hitze erzeugt. Der Schutzschalter reagiert auf eine schlechte Verbindung und verursacht den Fehler nicht selbst.

Deshalb sollte die Diagnose von Schutzschaltern einer bestimmten Reihenfolge folgen:
- Sichtbare Schäden und Hitzeentwicklung prüfen.
- Last und Auslöseverhalten bestätigen.
- Prüfen Sie die Spannung sicher.
- Überprüfen Sie die Anschlüsse und den Zustand der Leiter.
- Entscheiden Sie erst dann, ob der Schutzschalter ausgetauscht werden muss.
Ein direkter Austausch kann dazu führen, dass die gefährliche Verbindung bestehen bleibt.
Anzeichen für einen schwachen Schutzschalter
Ein schwacher Schutzschalter ist ein Schalter, der zu leicht auslöst, nicht zuverlässig einrastet oder sich unter normalen Bedingungen nicht mehr konsistent verhält.
Zu den häufigen Anzeichen eines schwachen Schutzschalters gehören:
- Auslösung bei einer Last, die zuvor normal funktionierte
- Der Schalthebel fühlt sich locker oder schwammig an
- Löst nach dem Erwärmen häufiger aus
- Lässt sich kurzzeitig zurücksetzen, löst aber ohne erkennbare Überlast erneut aus
- Benachbarte, ähnliche Stromkreise funktionieren bei vergleichbarer Last einwandfrei
- Der Leitungsschutzschalter weist eine Historie wiederholter Auslösungen oder Überhitzung auf
Überprüfen Sie auch dann den Zustand des Stromkreises. Motoren, Kompressoren, Heizgeräte und Elektrowerkzeuge können hohe Einschaltströme verursachen, die wie ein defekter Leitungsschutzschalter wirken.
Wie Elektriker einen Leitungsschutzschalter unter Last testen
Ein Lasttest prüft das Verhalten des Schutzschalters und des Stromkreises unter kontrollierter Stromstärke. Dies ist nicht dasselbe wie das willkürliche Anschließen von Geräten, bis der Schutzschalter auslöst.
Ein Elektriker kann Folgendes überprüfen:
- tatsächliche Stromkreislast
- Leiterquerschnitt
- Bemessungsstrom des Schutzschalters
- Zustand der Anschlussklemmen
- Spannungsabfall
- Temperaturerhöhung
- Auslösehistorie
- Lastart und Einschaltstrom
- Zustand des Verteilerschranks
Bei Kompaktleistungsschaltern, Industrieschaltern oder kritischen Anlagen können professionelle Prüfungen Isolationsmessungen, Kontaktwiderstandsmessungen, Primärstromprüfungen oder herstellerspezifische Wartungsverfahren umfassen.
Wann muss ein Leistungsschalter ausgetauscht werden?
Ein Austausch ist in der Regel gerechtfertigt, wenn:
- der Schutzschalter physisch beschädigt ist
- der Schutzschalter Brandspuren oder Schmelzstellen aufweist
- der Schutzschalter nach der Behebung von Stromkreisfehlern nicht zurückgesetzt werden kann
- der Schutzschalter bei normaler Last überhitzt
- der Schutzschalter die Spannungs- oder Durchgangsprüfung nicht bestanden hat
- der Schutzschalter nach Überprüfung des Stromkreises unbeständig auslöst
- Der Leitungsschutzschalter sitzt nicht fest im Verteilerkasten.
- Der Leitungsschutzschalter ist veraltet, wurde zurückgerufen oder ist für den Verteilerkasten nicht zugelassen.
Der Ersatz-Leitungsschutzschalter muss den Anforderungen des Verteilerkastens und des Stromkreises entsprechen. Die gleiche Stromstärke allein reicht nicht aus. Überprüfen Sie die Markenkompatibilität, die Baureihe des Schutzschalters, die Spannung, die Polzahl, das Ausschaltvermögen, den Leitungsquerschnitt und die Kennzeichnung des Verteilerkastens.
Wann Sie sofort einen Elektriker rufen sollten
Rufen Sie sofort einen Elektriker, wenn Sie Folgendes bemerken:
- Brandgeruch
- Rauch
- Summen oder Knistern aus dem Verteilerkasten
- Geschmolzener Leitungsschutzschalter oder geschmolzene Leitungsisolierung
- Brandspuren
- Heiße Gehäuseabdeckung
- Problem mit dem Hauptschalter
- Wasser in der Nähe des Verteilerkastens
- Leitungsschutzschalter löst nach dem Wiedereinschalten wiederholt aus
- Flackerndes Licht in mehreren Stromkreisen
- Leitungsschutzschalter sitzt locker auf der Sammelschiene
Diese Anzeichen können auf Lichtbogenbildung, Überhitzung, lose Verbindungen oder Schäden am Verteiler hindeuten.
FAQ
Woran erkenne ich, ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist?
Ein Leitungsschutzschalter könnte defekt sein, wenn er sich nicht zurücksetzen lässt, bei normaler Last nach Überprüfung des Stromkreises auslöst, sich heiß anfühlt, verbrannt riecht, Brandspuren aufweist oder im eingeschalteten Zustand keine Spannung durchlässt. Viele Auslösungen werden jedoch durch Probleme im Stromkreis oder der Last verursacht und nicht durch einen defekten Schutzschalter.
Wie prüft man mit einem Multimeter, ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist?
Eine Elektrofachkraft kann die Spannung am Ausgang des Schutzschalters messen, wenn dieser eingeschaltet ist. Eine Durchgangsprüfung darf nur durchgeführt werden, wenn der Schutzschalter spannungsfrei und isoliert ist. Verwenden Sie niemals den Widerstands- oder Durchgangsprüfungsmodus an einem unter Spannung stehenden Stromkreis.
Kann ein Schutzschalter ausfallen, ohne auszulösen?
Ja. Ein Schutzschalter kann unterbrochen sein, intern überhitzen, schlechten Kontakt entwickeln, sich auf der Sammelschiene lockern oder die Last nicht ordnungsgemäß führen, ohne eine normale Auslösestellung anzuzeigen.
Kann ich einen Leitungsschutzschalter ohne Multimeter testen?
Sie können Symptome wie Hitze, Geruch, sichtbare Schäden, einen lockeren Hebel, wiederholtes Auslösen oder das Versagen beim Zurücksetzen prüfen. Ohne Messgerät oder professionelle Prüfung können Sie den elektrischen Zustand des Schutzschalters jedoch nicht bestätigen.
Was sind Anzeichen für einen schwachen oder defekten Schutzschalter?
Symptome eines schwachen Leitungsschutzschalters sind Fehlauslösungen, ein lockeres Gefühl am Schaltgriff, fehlendes Einrasten, Auslösen bei normaler Last sowie inkonsistentes Verhalten, nachdem der Stromkreis und die Last überprüft wurden.
Was ist der Kontaktwiderstand eines Leitungsschutzschalters?
Der Kontaktwiderstand ist der Widerstand über die Kontakte des Schalters im geschlossenen Zustand. Er sollte sehr niedrig sein, aber eine genaue Messung erfordert geeignete Niederohm-Messgeräte. Ein normales Multimeter ist für eine detaillierte Diagnose des Kontaktwiderstands nicht zuverlässig.
Sollte ich einen Leitungsschutzschalter austauschen, der ständig auslöst?
Nicht sofort. Stellen Sie zunächst fest, ob die Auslösung durch Überlast, Kurzschluss, Erdschluss, Lichtbogenfehler, lose Verdrahtung oder einen Gerätedefekt verursacht wird. Tauschen Sie den Schalter erst aus, nachdem der Zustand des Stromkreises überprüft wurde.
Kann ich einen Leitungsschutzschalter durch einen mit höherer Amperezahl ersetzen?
Nein. Ein Schalter mit höherer Amperezahl kann die Leitung überlasten und eine Brandgefahr darstellen, es sei denn, der gesamte Stromkreis ist für diese Nennleistung ausgelegt und zugelassen.
Fazit
Der beste Weg, um zu prüfen, ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist, besteht in einer Kombination aus Symptomprüfung, sicherer elektrischer Prüfung und Stromkreisdiagnose. Ein defekter Schalter kann zu Stromausfall, Überhitzung, Fehlauslösungen, schwachem Rückstellverhalten oder sichtbaren Schäden führen. Ein Schalter, der wiederholt auslöst, kann jedoch auch korrekt auf einen unsicheren Zustand im Stromkreis reagieren.
Wenn das Problem Hitzeentwicklung, Brandgeruch, Brandspuren, wiederholtes Auslösen, Probleme mit dem Hauptschalter oder Arbeiten an unter Spannung stehenden Verteilungen umfasst, hören Sie auf zu raten und rufen Sie einen qualifizierten Elektriker. Das Ziel ist nicht nur der Austausch eines Leitungsschutzschalters. Das Ziel ist es herauszufinden, ob die eigentliche Ursache der Schalter, die Last, die Verkabelung oder der Anschluss im Verteilerkasten ist.