Einführung: Die Herausforderung kleiner Gehäuse
Elektrische Schaltschränke und Serverschränke sind mit einer kritischen Schwachstelle konfrontiert: Feuer. In beengten Räumen – wo Leistungsschalter, Terminals, und Transformatoren mit hoher Dichte betrieben werden – kann ein einzelner Fehler innerhalb von Sekunden ein thermisches Durchgehen auslösen. Traditionelle Feuerlöschanlagen stellen Anlagenverwalter vor ein Paradoxon: Gasbasierte Systeme wie FM-200 haben in Mikrovolumina aufgrund von Druckminderung Schwierigkeiten, während trockenchemische Mittel korrosive Rückstände hinterlassen, die empfindliche Elektronik beschädigen.
Feste Aerosol-Feuerlöschanlagen gehen diese Einschränkungen direkt an. Im Gegensatz zu gasförmigen Löschmitteln, die ein erhebliches Volumen benötigen, um eine wirksame Konzentration zu erreichen, erzeugen kondensierte Aerosole ultrafeine Partikel, die kleine Gehäuse schnell fluten – oft innerhalb von 6 Sekunden – und dabei nichtleitend und nicht korrosiv bleiben. Für DIN-Schienen-montierte Systeme in Schaltschränken ist dieser Unterschied transformativ.
Festes Aerosol ist die bessere Wahl für kleine Gehäuse, basierend auf technischen Standards, realen Leistungsdaten und der Art und Weise, wie moderner Brandschutz konzipiert ist.

Festes Aerosol vs. Gasbasierte Feuerlöschanlagen: Ein direkter Vergleich
| Faktor | Festes Aerosol | Gasbasiert (FM-200) | Trockenchemie |
|---|---|---|---|
| Platzbedarf in kleinen Schränken | Ultrakompakt (84,5 × 18 × 60 mm); Montage direkt auf DIN-Schiene | Benötigt Zylinder + Verteilungsleitungen; nimmt erheblichen Platz ein | Unordentlich, erfordert externe Montage |
| Aktivierungsgeschwindigkeit | ≤6 Sekunden bis zur vollständigen Unterdrückung | 15-30 Sekunden (abhängig vom Volumen) | 10-20 Sekunden |
| Druckauswirkung | Minimal; druckloser Festkörperbetrieb | Positive/negative Druckspitzen; erfordert Entlüftung | Mäßige Druckfreisetzung |
| Rückstände nach der Entladung | Mikrometergroße Partikel; nichtleitend, nicht korrosiv, leicht zu reinigen | Keine Rückstände; saubere Entladung | Schwere Pulverrückstände; hygroskopisch und korrosiv |
| Elektrische Sicherheit | Nichtleitend; sicher für spannungsführende Geräte bis ≤1000V | Nichtleitend, aber Druckminderung in beengten Räumen | Risiko eines leitfähigen Pfades bei Feuchtigkeitsaufnahme |
| Leistung in 0,1–0,8 m³ | Optimal; für Mikrovolumina ausgelegt | Druckminderung; weniger effektiv im kleinen Maßstab | Akzeptabel, aber Risiko von Restkontamination |
| Wartungsaufwand | Null; drucklos, 10 Jahre Lebensdauer, keine jährlichen Kontrollen | Jährliche Druckprüfung, Nachladezyklen | Regelmäßige Rückstandsreinigung, Komponentenaustausch |
| Auswirkungen auf die Umwelt | Minimal; ungiftige, biologisch abbaubare Partikel | Hohes GWP (FM-200: ~3.220); unterliegt der Phasenreduzierung | Bedenken hinsichtlich der Partikelansammlung |
| Einhaltung der Normen | ISO 15779, NFPA 2010, UL 2775 | NFPA 2001, UL 2166 | Begrenzte Industriestandards |
| Kosten für DIN-Schienen-Nachrüstung | Niedrig; in sich geschlossen, keine komplexen Rohrleitungen | Mittel bis hoch; erfordert Systemneugestaltung | Mäßig; laufendes Rückstandsmanagement |
Was das bedeutet: Für Gehäuse unter 1 m³ unterdrückt festes Aerosol schneller, benötigt keine Wartung und hinterlässt keine Rückstände. Gasflaschen können in diesen beengten Räumen einfach nicht mithalten.
Wie feste Aerosol-Feuerlöschanlagen funktionieren
Feste Aerosolsysteme arbeiten nach einem grundlegend anderen Prinzip als gasförmige Löschmittel. Anstatt eine Flüssigkeit oder ein Gas unter Druck zu speichern, enthalten Aerosolgeneratoren eine stabile Festkörpermischung aus Oxidationsmittel und Reduktionsmittel. Bei Aktivierung durchläuft diese Verbindung eine kontrollierte exotherme Reaktion, die feine Partikel und inerte Gase erzeugt, die das geschützte Volumen fluten.

Der Mechanismus:
- Thermische Erkennung: Ein wärmeempfindliches Kabel, das durch den Schrank verläuft, erkennt Temperaturanstiege (typischerweise 170 °C). Dies löst die mechanische Aktivierung des Aerosolgenerators aus, selbst bei totalem Stromausfall.
- Sofortige Erzeugung: Die feste Verbindung reagiert schnell und erzeugt gekühlte Aerosolpartikel (gekühlt durch präzise Entlüftung, um sichere Gehäusetemperaturen aufrechtzuerhalten).
- Schnelle Flutung: Die Auslassöffnungen leiten das Aerosol innerhalb von 6 Sekunden oder weniger in den umschlossenen Raum und erreichen die Designkonzentration im gesamten Schrank.
- Anhaltende Suspension: Im Gegensatz zu gasförmigen Mitteln, die diffundieren und die Konzentration abnimmt, bleiben Aerosolpartikel über längere Zeiträume in der Schwebe und verhindern eine erneute Entzündung, selbst wenn Hotspots verbleiben.
- Sicherheit nach der Entladung: Die verbleibenden feinen Partikel sind nichtleitend und nicht korrosiv, was eine sichere Reinigung und Geräteinstandsetzung ohne Beschädigung von Leiterplatten oder Steckverbindern ermöglicht.
Warum dieses Design wichtig ist:
Für einen 0,3 m³ großen Schaltschrank ist das Erreichen einer wirksamen Feuerunterdrückung ein Wettlauf gegen das thermische Durchgehen. Gasbasierte Systeme müssen eine Mindestmittelkonzentration im Verhältnis zum Volumen erreichen. In Mikrovolumina ist das schwieriger, ohne Druckgefahren zu erzeugen. Aerosolgeneratoren hingegen sind genau für diese beengten Räume gebaut. Eine 10-Gramm- oder 20-Gramm-Einheit schützt 0,4–0,8 m³ effektiv, da die Partikel nicht davon abhängen, eine bestimmte Dampfkonzentration zu erreichen. Stattdessen unterbrechen Aerosolpartikel die Verbrennung physikalisch durch Kühlung und Verdrängung – Prozesse, die auch in kompakten Schränken funktionieren.
Warum festes Aerosol für kleine elektrische Gehäuse gewinnt
1. Keine Druckgefahr
Gasförmige Feuerlöschsysteme in kleinen, abgedichteten Gehäusen stehen vor einer kritischen Herausforderung: Druckspitzen. Wenn FM-200 oder andere Halogenderivatgase in einen begrenzten Raum abgegeben werden, erzeugen sie sowohl positive als auch negative Druckwellen. In einem 0,4 m³ großen Schrank kann dieser Druckstoß die strukturelle Integrität von Türen und Paneelen überschreiten, wenn die Entlüftung unzureichend ist. Feststoff-Aerosolgeneratoren sind nicht druckbeaufschlagt und erzeugen nur minimale Druckauswirkungen, wodurch Druckentlastungsöffnungen überflüssig werden und die Schrankkonstruktion vereinfacht wird.
Keine Wartung, keine Lebenszykluskosten
Gasflaschen erfordern eine jährliche Druckprüfung, regelmäßige Nachfüllzyklen und Zertifizierungsinspektionen. Im Gegensatz dazu sind VIOX-Feststoff-Aerosol-Feuerlöscher während ihrer gesamten 10-jährigen Lebensdauer wartungsfrei. Es gibt kein Manometer zu überwachen, keinen Nachfüllplan und keine Verschlechterung der Leistung des Löschmittels. Dies führt zu niedrigeren Gesamtbetriebskosten für Facility Manager, die große Panelinstallationen verwalten.
Nicht korrosiv, sicher für empfindliche Elektronik
Die erzeugten Aerosolpartikel in Mikrongröße sind elektrisch nicht leitfähig und nicht korrosiv. Sie beschädigen weder Leiterplatten, Lötstellen noch Steckverbinderkontakte. Nach der Entladung können Rückstände abgewischt oder weggeblasen werden, ohne dass ein Schaden entsteht. Gasbasierte Systeme hinterlassen keine Rückstände (sauberer nach dem Vorfall), können aber nicht so kompakt installiert werden; Trockenchemische Mittel hinterlassen schwere, hygroskopische Rückstände, die empfindliche Komponenten korrodieren und eine sofortige Reinigung erfordern.
Schnelle Niederschlagung in Mikrovolumina
Brände in Elektroschränken breiten sich mit thermischen Durchgangsgeschwindigkeiten aus. Feststoff-Aerosol erreicht die vollständige Unterdrückung in 6 Sekunden oder weniger, wodurch die Brandausbreitung und Sekundärschäden begrenzt werden. Gassysteme benötigen 15–30 Sekunden, um in größeren Räumen die volle Konzentration zu erreichen; in kleinen Schränken ist die Marge geringer.
DIN-Schienen-Kompatibilität: Echte Nachrüstlösung
VIOX DIN-Schienen-Aerosol-Feuerlöscher werden mit Standardclips direkt auf 35-mm-DIN-Schienen montiert und lassen sich nahtlos neben MCBs, Schützen und Klemmenblöcken integrieren. Keine Verrohrung, keine entfernten Zylinder, keine komplexe Systemneugestaltung. Dies macht Aerosol zur praktischen Wahl für die Nachrüstung von Brandschutz in bestehende Panels oder dicht bestückte Schaltschränke.
Funktioniert ohne Wechselstrom
Die thermische Aktivierungsschnur arbeitet mechanisch und löst den Generator auch bei totalem Stromausfall aus. Dies ist kritisch für Elektroschränke, in denen ein Brand mit einem elektrischen Fehler einhergehen kann, der alle DC- und AC-Versorgungen unterbricht. Gassysteme erfordern eine elektrische Betätigung (Magnetventil), es sei denn, eine doppelt redundante Erkennung wird zu höheren Kosten eingebaut.
Umweltvorteil
FM-200 (HFC-227ea) hat ein GWP von ~3.220 und unterliegt dem Phase-Down gemäß der EU-F-Gas-Verordnung und dem U.S. AIM Act. Feststoff-Aerosolpartikel sind ungiftig und biologisch abbaubar und haben eine minimale Umweltbelastung. Für Organisationen mit strengen ESG-Compliance-Zielen bietet Aerosol eine nachhaltige Alternative.
Technische Standards & Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
Feststoff-Aerosol-Feuerlöschsysteme arbeiten innerhalb eines etablierten internationalen regulatorischen Rahmens, der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Interoperabilität über Märkte hinweg gewährleistet.
ISO 15779: Globaler Standard für kondensierte Aerosolsysteme
ISO 15779 spezifiziert Komponentenanforderungen, Testmethoden, Designempfehlungen und Sicherheitsrichtlinien für ortsfeste kondensierte Aerosol-Feuerlöschanlagen. Sie schreibt vor, dass Systeme Brände der Klasse A (Oberfläche), B (brennbare Flüssigkeiten) und C (elektrisch) in Totalüberflutungskonfigurationen unterdrücken. Der Standard betont die Systemleistung in geschlossenen Volumina und bietet explizite Anleitungen zu Installation, Wartung und Belegungsgrenzen.
NFPA 2010: Nordamerikanischer Standard
NFPA 2010 ist der U.S./Kanada-Konsensstandard für ortsfeste Aerosol-Feuerlöschanlagen und ergänzt NFPA 2001 (für saubere gasförmige Mittel). Er deckt Systemdesign, Installation, Prüfung, Wartung und Inspektionsprotokolle ab, die auf nordamerikanische Elektrovorschriften und Anforderungen an die Lebenssicherheit abgestimmt sind.
UL 2775: Produktzertifizierungsstandard
UL 2775 (aktualisiert von ULC/ORD-C2775) ist der harmonisierte Produktsicherheits- und Leistungsstandard für ortsfeste kondensierte Aerosol-Feuerlöschanlageneinheiten in den U.S. und Kanada. VIOX DIN-Schienen-Aerosol-Feuerlöscher sind nach UL 2775-Spezifikationen konzipiert und getestet, um sicherzustellen, dass jede Einheit strenge Leistungs-, Zuverlässigkeits- und Sicherheitskriterien erfüllt, bevor sie das Werk verlässt.
VIOX-Zertifizierungen
VIOX-Aerosol-Feuerlöscher verfügen über vollständige Compliance-Zertifizierungen, einschließlich ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO/IEC 2775 (Produktsicherheit), CE-Kennzeichnung (EU-technische Harmonisierung) und CSA/UL-Listung für nordamerikanische Märkte. Dieser Multi-Standard-Zertifizierungspfad stellt sicher, dass Kunden VIOX-Einheiten mit Vertrauen in globalen Märkten einsetzen können.

Häufig Gestellte Fragen
F: Können Feststoff-Aerosol-Rückstände empfindliche Elektronik beschädigen?
A: Nein. Die Aerosolpartikel sind nicht leitfähig und nicht korrosiv. Nach der Entladung können die Partikel in Mikrongröße leicht abgewischt oder weggeblasen werden, ohne Leiterplatten, Lötstellen oder Steckverbinderkontakte zu beschädigen. Gasbasierte Systeme hinterlassen keine Rückstände, können aber kleine Räume nicht nachrüsten; Trockenchemie hinterlässt schwere korrosive Rückstände, die eine sofortige Reinigung erfordern.
F: Was passiert, wenn der Schrank während eines Brandes den gesamten Strom verliert?
A: VIOX-Aerosol-Feuerlöscher werden über eine hitzeempfindliche Thermoschnur aktiviert, die mechanisch bei 170 °C arbeitet – kein Strom erforderlich. Dies gewährleistet Schutz auch bei katastrophalem Stromausfall, ein entscheidender Vorteil gegenüber Gassystemen, die eine Magnetventilbetätigung erfordern.
F: Wie verhält sich Aerosol in sehr kalten oder sehr heißen Umgebungen?
A: VIOX-Feuerlöscher arbeiten zuverlässig von -40 °C bis +70 °C für integrierte Modelle und von -50 °C bis +90 °C für Standardtypen. Dieser Bereich deckt Solar-Combiner-Boxen im Freien, EV-Ladestationen und industrielle Hochtemperaturumgebungen ab, in denen Gassysteme ausfallen können.
F: Ist eine jährliche Wartung erforderlich?
A: Nein. Feststoff-Aerosol-Feuerlöscher sind 10 Jahre lang wartungsfrei. Es gibt kein Manometer zu überprüfen, keine Nachfüllzyklen und keine jährlichen Zertifizierungsinspektionen. Dies eliminiert laufende Betriebskosten, die bei Gassystemen anfallen.
F: Können VIOX-Aerosol-Feuerlöscher auf vorhandenen DIN-Schienen installiert werden?
A: Ja. VIOX-Einheiten werden mit integrierten Clips direkt auf Standard-35-mm-DIN-Schienen (IEC 60715 TH35-Profil) montiert. Die Installation dauert nur wenige Minuten ohne Werkzeug, was die Nachrüstung auch in betrieblichen Einrichtungen praktisch macht.
VIOX liefert, was andere Systeme nicht können:
Die Einheiten selbst sind ultrakompakt – sie werden direkt auf 35-mm-DIN-Schienen montiert, ohne dass Stellfläche oder entfernte Zylinder benötigt werden. Keine Installationsprobleme, keine Systemneugestaltungen. Wartung? Null. Sie installieren es und vergessen es für 10 Jahre. Keine Manometer zu überprüfen, keine Nachfüllzyklen, keine jährlichen Zertifizierungen. Das ist der eigentliche Kostenvorteil.
Die Rückstände sind nicht korrosiv und nicht leitfähig, sodass Ihre Leiterplatten intakt bleiben. Wenn eine Entladung stattfindet, wischen Sie einen feinen Staub weg und gehen wieder online. Keine Schäden, keine versteckten Ausfälle durch chemische Kontamination. Und hier ist der Sicherheitsaspekt: Die Thermoschnur funktioniert auch dann, wenn der Strom vollständig ausfällt. Das ist entscheidend, wenn während eines elektrischen Fehlers ein Brand ausbricht.
VIOX fertigt jeden Aerosolgenerator im eigenen Haus in seinem Werk in Wenzhou, China, und kontrolliert die gesamte Produktionskette von der chemischen Formulierung bis zur Endmontage. Diese vertikale Integration gewährleistet 100%-Zuverlässigkeit, wobei jede Einheit vor dem Versand einer vollständigen Inspektion unterzogen wird.
Kontaktieren Sie VIOX noch heute für ein individuelles Angebot zu DIN-Schienen-Aerosol-Feuerlöschung. Wir bieten kostenlose Muster, fachkundige technische Beratung und logistische Unterstützung, um Ihren Schutz termingerecht zu gewährleisten.